Samstag, 20. Juni

Der Hermann ruft:

„Schwalben“ auf Besuch bei gefiederten Freunden im Teuto

Schwalbe-Jugendausflug 2015 in den Teuto: Mit Schwalben in den Baumkronen, mit Papageien auf den Schultern und Kopfeinziehen beim Adler-Anflug.

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Seit 26 Jahren organisiert Schwalbe-Boss Norbert Stemmer höchstpersönlich die Vereins-Jugendausflüge. In diesem Jahr hatte er sich eine besondere Zusammenstellung einfallen lassen. Es ging mit dem Bus in den Teutoburger Wald zum Hermannsdenkmal. Nach der Begrüßung durch den Cherusker-Fürsten begab sich die Schwalben-Schar zum naheliegenden Kletterpark. Nach den intensiven Sicherheitseinweisungen, dem Anlegen des Klettergeschirrs und erstem zaghaften Abheben vom Erdboden  eroberten sich die Schwalben ihr Reich in den Baumkronen. Eine gute Portion Wagemut gehört dazu, sich in luftiger Höhe auf extrem abenteuerlichen und wackligen Pfaden von Station zu Station weiter zu bewegen. „Swallow chief“ Stemmer hatte dankend abgewunken und betrachtete mit der Gruppe der Jüngsten das Geschehen von unten. Um einer Langeweile vorzubeugen, machten sich diese Bodenflügler auf den Weg zum 2 km entfernten Vogelpark. Dort warteten sehr viele exotisch gefiederte Freunde  auf sie. Am allermeisten Spaß machte es, einige Papageien  auf dem Arm, Schulter oder Kopf halten zu dürfen. Dabei waren die bunten Vögel mit einer Weintraube oder Nuss im Schnabel beschäftigt, so dass sie nicht auf die Idee kamen, die Ohrläppchen anzuknabbern. Nach einer ordentlichen Spielrunde ging es leicht bergauf  zurück zum Hermann, wo sich die Kletter-Schwalben gerade mittels Seilbahn zu Boden gleiten ließen. Der Bus brachte die Vereinsjugend dann zur Adlerwarte in Berlebeck.    

Eine Vielzahl von Greifvögeln aus der ganzen Welt waren dort zum Greifen nahe: Der Weißkopf-Seeadler aus Amerika, „El Kondor“ aus den Anden, Geier aus Afrika und natürlich viele „Majestäten der Lüfte“ aus der Heimat. Der Abschluss-Höhepunkt des Tages stand um 15 Uhr auf dem Programm: Die Flugschau mit frei fliegenden Adlern. Die Falkner haben daraus eine Vogel-Show bester Güte kreiert. Die Bühne liegt direkt an einem Abhang, wo die Tiere ins Tal abtauchen, um sich dann wieder herauf zu schrauben. Adler sind Segler und mögen ihre großen Schwingen kaum bewegen. Beim Anflug auf den Futterhandschuh des Falkners mögen sie auch nicht auf die Köpfe der Zuschauer achten. Oft genug heißt es „volle Deckung, er kommt von hinten“. Dann kann es leicht sein, dass trotzdem bei einer Hochsteckfrisur der Scheitel neu gezogen wird, denn die Füße oder auch Fänge genannt, sind vorschriftsmäßig ausgefahren und visieren nur den Landeplatz an, die kleinen wuscheligen Hindernisse werden vom „Radar“ nicht erfaßt.

Entgegen ihrer Majestät Steinadler sind die kleineren Falken atemraubende „Düsenjäger“ und Flugkünstler, die sich die Fleischstückchen im Flug packen oder im Sturzflug hinterher jagen.  Und dann sorgte noch der Gaukler, ein prächtiger schwarz-roter Schlangenadler aus der Sahara für Lachsalven, als er mehr taumelt und ungelenkt zur Landung ansetzte. Dann ging ein Schwalbe-Ausflug bester Güte zu Ende.

 

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