55. Radball-Traditionsturnier „light“ am 13. November 2021

Oelde, Halle an der Overbergstraße

…um den zum vierzehnten Male ausgespielten Josef-Birwe-Gedächtnis-Pokal

Josef Birwe

Jupp-Josef Birwe (1920-2003) 

Sieger:  Münster: Christopher Wille, Ben Perk ( 10 P.) vor

Leeden: Udo Kähler, Rolf Meyer-Brüggemann (10 P.) 
Oelde: Matthias Voßhans, Timo Tillmann (6 P.)
Suderwich: Jörg Eichler, Felix Kusch (4 P.)
Bramsche: Siegfried Langemeyer, Mike Pfeifer (1 P.)                

                  
Die Teams aus Münster und aus Leeden bestritten wegen Punktgleichstand ein Endspiel mit zwei Halbzeiten (0:0) und dann noch ein 4-Meter-Schießen.

Die Spielfolge:  Oelde-Münster 4:5; Leeden-Bramsche 5:0; Suderwich-Münster 6:3; Oelde-Bramsche 6:3; Leeden- Suderwich 6:2; Bramsche-Münster 2:7; Oelde-Suderwich 3:0, Leeden-Münster 0:6; Bramsche-Suderwich 4:4;  Oelde-Leeden 2:6. Spiel / 4-Meter-Schießen um Platz 1 :  Leeden-Münster, Sieger Münster

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Traditionsturnier „light“ - Sieger Münster vor Leeden und Oelde

Die 55. Ausgabe des Traditionsturnieres stand natürlich coronabedingt auf der Kippe. Der Trainingsbetrieb läuft allerdings schon wieder einige Zeit und auch die Meisterschaften finden statt. Der Abteilungsleiter Stefan Voßhans und sein Team fanden dann einen „goldenen“ Kompromiss: Keine Zuschauer, kein Rahmenprogramm, keine große Nachfeier, Anwesenheit nach dem 3G-Modus. Was bleiben sollte, war Radball pur und am Ende die Getränkekiste in die Mitte und die Bratwurst auf der Hand. Und das Konzept ging voll auf, die Stimmung eben selbstgemacht. Die Oelder Vertretung war Pokalverteidiger und Matthias Voßhans fuhr mit Timo Tillmann als erstes auf die Fläche. Die treuen Gäste aus Münster traten in der Besetzung mit Christopher Wille / Ben Perk an. Sie behielten am Ende ganz knapp mit 5:4 Toren die Oberhand. 

Leeden reiste mit einem „Oldtimer-Team“ an. Udo Kähler spielte mit Rolf Meyer-Brüggemann. Letztgenannter ist eine Legende, genannt „der Lange aus Leeden“ mit mehr als 50 Radballjahren in den Beinen und Erfahrungen aus der zweiten Radball-Bundesliga. Da hatten die Gegner aus Bramsche, Siegfried Langemeyer und Mike Pfeiffer, keine Chance. Leeden siegte 5:0. Jörg Eichler und Felix Kusch aus Suderwich trumpften mächtig auf und schlugen die Jungen aus Münster überraschend mit 6:3 Toren. Mit gleichem Ergebnis gewann Oelde gegen Bramsche. 

Langemeyer / Pfeiffer waren damit aus dem Pokalrennen schon ausgeschieden. Ein kleiner Trostpreis und ein Trost-Pünktchen brachte der 4:4 Ausgleich gegen Suderwich. Eichler / Kusch konnten im weiteren Verlauf nicht mehr überzeugen und kamen als nächstes unter die Räder. Die erste Vorentscheidung brachte die Partie Leeden gegen Münster. Leeden war bis dahin ungeschlagen, kassierte dann aber eine herbe 0:6 Packung gegen die Domstädter. Beide waren damit mit je einer Niederlage auf Augenhöhe. Im letzten Spiel trafen die Oelder auf Leeden und hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg deren Platz im Endspiel zu übernehmen. Aber dazu kam es nicht. Meyer-Brüggemann hatte sich bis dahin als hauptsächlicher Torsteher etwas ausgeruht und übernahm jetzt die Arbeit des Vordermannes. Beim Radball können die Rollen jederzeit getauscht werden. Mit klaren 6:2 Treffern sicherte sich „Bergeslust“ Leeden die Endspielteilnahme im Vergleich mit dem jungen Christopher Wille und Ben Perk. Super Erfahrung gegen Super- Kondition…   Dieses Finale geriet zur reinen Nervensache.

Die einen waren ausgelaugt, die anderen nicht clever genug. Nach dem seltenen 0:0 Endstand schloss sich das unvermeidliche 4-Meter-Schießen an. Immer abwechselnd und mit Nachschuss- Möglichkeit. Und wieder wollte es kein Ende nehmen. Entweder hielt der jeweilige Torsteher in seinem 2 x 2 Meter Kasten die Seegraskugel mit Rad oder Körper, oder der Schuss kam zu unplatziert.  Schließlich hatten Wille / Beck aus Münster das Doppelglück und durften den Josef-Birwe-Gedächtnis-Pokal für ein Jahr mit nach Hause nehmen.  Ein ganz spezielles Turnier hatte sehr viel Spaß gebracht, die Schiedsrichter Sebastian Averbeck und Herbert Overbeck brauchten kaum einschreiten. So soll es sein, so kann es bleiben.



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