Die "Vereinsgeschichte" im allgemeinen Schwalbe-Teil beleuchtet einige Namen und Ereignisse der frühen Jahre. In dieser Kunstradsport-Sonderecke erfährt der Interessent/die Interessentin mehr vom langen Weg ins Jahr 2000.

Die Kunstfahrabteilung des RSV Schwalbe Oelde 1920 e.V. blühte in den frühen Jahren vor dem 2. Weltkrieg mit aller Macht auf, fristete dann über Jahrzehnte ein stiefmütterliches Dasein und tauchte erst gegen Ende der 80er Jahre verstärkt in den Vereinsnachrichten wieder auf. Aus dem allgemeinen Geschicklichkeitsfahren im damaligen Schützenhof entwickelte sich bald die "Hohe Schule" auf dem Rad. Konrad Hagemeyer und der kleine Josef Birwe begeisterten die Zuschauer über viele Jahre. Vom "Traum-Duo" war die Rede. Weitere Akteure der ersten Stunde sind auf dem 5-Mann-Gruppenfoto zu sehen: H. Leweling, R. Holtkötter, R. Festge, W. Tiggesbäumker, W. Bewerungen. Auch die späteren Radball-Größen durchliefen die Kunstfahrschule: Heinz Schürmann, Heinz Krefeld u.v.m. Aus der Vorkriegszeit ist ein zweifacher Bezirksmeistertitel 1935 und 1938 für Kurt Hagemeyer überliefert.

 

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Nach dem Krieg bestieg der 6-jährige Karl-Heinz Dörner den Kunstfahr-Esel und wird als "durchaus sattelfest" beschrieben. "Senior" Heinz Schürmann wird 1950 Kreismeister. Erst 1954 bis 1960 tauchen die ersten weiblichen Namen auf: Reinhilde Probst, Gertrud Krumtünger, Renate Westhoff (Gottwald), Brigitte Panetzek, Monika Bönnemann (Reske). 1959/1961 erfährt sich Renate Westhoff zweimal den Bezirksmeistertitel. Der Vereinsgründer und damalige Vorsitzende Anton Eversloh hält als Trainingsleiter jahrzehntelang die Abteilung am Leben. Erst Ende der 70er Jahre tut sich wieder etwas: Silke und Antje Altepeter, Iris Kübben (Westphal), Gabi und Sabine Westphal und Yvonne Lange machen mit. Vater Heinz Lange, ein ehemaliger Rennfahrer, ließ sich in die Trainer-Pflicht nehmen. Aus dem großen Feld der Aktiven 1977 bis 1987 musste die neue Hoffnung erwachsen: Sandra Gimpel, Stefanie Berger, Claudia Regenberg, Lisa Möller, Cornelia Lück, Sylvia Reske, Karina Teckentrup, Iris und Silke Strothmeier, Sandra Nitschke, Nicole Muckermann etc. 1986 holte Karina Teckentrup (Risse) in der Jugendklasse mit 227,4 Punkten erstmals nach einem Vierteljahrhundert wieder einen Bezirksmeistertitel nach Oelde. 1988 übernahm sie schon in jungen Jahren das verwaiste Traineramt und "durfte" es bis heute nicht abgeben. Ihr zur Seite stand und steht als Betreuer Norbert Stemmer.

 

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Werbeauftritte an den Schulen hatten Erfolg. Nach dem neuen Führungs-Duo kommt auch eine neue Anfängergruppe zustande: Britta Manefeld, Silke und Corinna Everszumrode, Petra Pollmeier, Christina Kreimer u.v.m. Norbert Stemmer organisiert unvergessene Ausflüge, die zusammenschweißen: Burg Lüdinghausen, Hollymünd, Lindenstraße, Wildpferdefang uvm. Anhand der Punktzahlen der Vereinsmeisterinnen ist das steigende Niveau zu erkennen: 1988 Silke Everszumrode 213,4 P., 1989 Silke mit 219,4 P., 1990 Britta Manefeld 222,8 P., 1991 Britta mit 226,2 P., 1992 wieder Silke mit 226,0 P., 1993 Corinna Everszumrode 226,6 P., 1994 Silke mit 230,7 Punkten. Mit dem "Steiger" wurde eine "Schallmauer" durchbrochen. Das beste Oelder Ergebnis auf der Bezirksmeisterschaft erreichte 1993 Christina Kreimer mit 225 Punkten. Mit Beginn der Berufsausbildung verabschiedeten sich alle. Im Kunstfahrbereich ergibt sich eine aktive Zeit von nur 5 bis 7 Jahren im Mittel. Das große Manko ist ein frühes Erreichen der persönlichen Leistungsgrenze.

 

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Mitte der 90er schließt sich eine neue erfolgreiche Generation an. Unter anderem dabei: Julia Niemeyer, Stefanie und Kerstin Nienhaus, Corinna Höhne, Nadine Zumersch, Sabine Nopto, Andrea Vennewald, Anne Schumacher, Claudia Bittner... Großes Kunstfahrniveau auf Bezirksebene bleibt Vereinen wie Stadtlohn, Antrup-Wechte oder Leeden vorbehalten. Die Schwalbe-Mädchen orientieren sich an der eigenen Steigerungsrate. Aufgrund günstiger Teilnehmerinnen-Konstellationen gab es zwei aktuellere Bezirkstitel: 1997 B-Schülerin Sabine Nopto (217,3 P.) und 1999 A-Schülerin Anne Schumacher (215,9 P.). Die meisten Vereinsmeister-Titel sammelte Steffi Nienhaus: 1995 - 222 P., 1996 - 229,6 P., 1997 - 229,2 P, 1998 - 228,3 P. Ihr folgte 1999 ihre Schwester Kerstin mit tollen 232,7 Punkten. Als ungewöhnliche Neuigkeit sei eines angeführt: Kerstin Nienhaus und Claudia Bittner übernehmen Co-Trainer-Arbeiten.

Hoffnung 2000!

 

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